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Futtermittelallergie bei Hund und Katze: Anzeichen, Ausschlussdiät, Kosten

Von der Redaktion Futterkostenrechner · Aktualisiert am 17. Oktober 2026

Kratzt sich dein Hund ständig, leckt die Pfoten oder hat immer wieder Ohrentzündungen, kann eine Futtermittelallergie dahinterstecken. Sie ist seltener als oft vermutet, aber wenn sie vorliegt, hilft nur das richtige Futter. Und das ist meist deutlich teurer als normales Futter.

Typische Anzeichen

  • Juckreiz, oft an Pfoten, Ohren, Bauch, Achseln oder rund um den After
  • Wiederkehrende Ohrentzündungen
  • Rötungen, Hautentzündungen, Haarausfall durch Kratzen und Lecken
  • Bei manchen Tieren Verdauungsprobleme wie weicher Kot, Blähungen oder Erbrechen

Dieselben Anzeichen haben auch Umweltallergien (Pollen, Hausstaubmilben), Flohbefall oder Hautinfektionen. Deshalb gehört die Abklärung zum Tierarzt, bevor du das Futter wechselst.

Was löst die Allergie aus?

Fast immer reagiert das Immunsystem auf Eiweiß, also auf eine bestimmte Fleisch- oder Pflanzenproteinquelle. Bei Hunden sind Rind, Milchprodukte, Huhn und Weizen die häufigsten Auslöser, bei Katzen Rind, Fisch und Huhn. Das liegt vor allem daran, dass diese Zutaten in vielen Futtersorten stecken. Getreidefreies Futter ist deshalb nicht automatisch allergiefreundlich: Entscheidend ist die Eiweißquelle, nicht das Getreide.

Diagnose: die Ausschlussdiät

Bluttests auf Futtermittelallergien gelten als unzuverlässig. Der verlässliche Weg ist eine Ausschlussdiät, meist mindestens acht Wochen lang:

  • Das Tier bekommt nur ein Futter mit einer Eiweißquelle, die es noch nie gefressen hat (zum Beispiel Pferd, Känguru oder Insekten), oder ein Futter mit hydrolysiertem Eiweiß, das so klein gespalten ist, dass das Immunsystem es nicht mehr erkennt.
  • In dieser Zeit gibt es nichts anderes: keine Leckerlis, keine Kauartikel, keine Tischreste, keine aromatisierten Medikamente.
  • Bessern sich die Beschwerden, wird das alte Futter wieder gegeben. Kommen die Symptome zurück, ist die Allergie bestätigt.

Plane die Ausschlussdiät mit deinem Tierarzt. Ein einziges Leckerli kann das Ergebnis verfälschen.

Was Allergiefutter kostet

Futter mit seltener Eiweißquelle (Monoprotein) oder hydrolysiertem Eiweiß ist teurer als normales Futter. Ein Beispiel für einen Hund mit 20 kg und Trockenfutter mit 370 kcal/100 g, mit typischen Preisen pro Kilo:

FutterPreis pro kgpro Monat
Normales Trockenfutter4,00 €34,23 €
Monoprotein, seltene Eiweißquelle9,00 €77,03 €
Hydrolysiertes Diätfutter14,00 €119,82 €

Weil das Futter oft dauerhaft gefüttert wird, lohnt sich hier der Vergleich besonders. Allergiefutter unterscheidet sich auch im Energiegehalt, und ein Futter mit mehr kcal pro 100 g reicht länger. Der Futterrechner rechnet jede Sorte auf die Kosten pro Tag um.

Und bei Katzen?

Katzen zeigen eine Futtermittelallergie vor allem durch Juckreiz an Kopf und Hals, Krusten und kahle Stellen durch übermäßiges Putzen. Die Diagnose läuft genauso über eine Ausschlussdiät. Bei Freigängern ist das schwierig, weil sie unterwegs fressen können, was sie finden.

Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Bei Juckreiz, Hautveränderungen oder Verdauungsproblemen sprich bitte mit deinem Tierarzt.

Quellen

  • Mueller RS, Olivry T, Prélaud P: Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (2): common food allergen sources in dogs and cats. BMC Veterinary Research 12:9 (2016)

Über die Redaktion Futterkostenrechner

Wir rechnen Futterkosten mit offenen Formeln: Energiebedarf nach den Leitlinien der FEDIAF, Energiegehalt laut Hersteller oder geschätzt nach NRC. Wir sind keine Tierärzte. Deshalb nennen wir unter jedem Ratgeber die Quellen und verweisen bei Gesundheitsfragen auf die Tierarztpraxis.

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